Wer Automobilkaufmann oder Automobilkauffrau werden möchte, sollte nicht gerade schüchtern sein, denn hier braucht es eine Menge an Überzeugungskraft. Es ist dabei auch völlig egal, ob es sich um Marken wie BMW, Audi oder Opel handelt. Es ist nötig, eine Ausbildung zu absolvieren, hierin sind nicht nur Lehr- Tage in einem Betrieb erforderlich, sondern auch der Gang in eine Berufsschule. Die Ausbildung selber dauert drei Jahre und kann nicht nur in einer Firma die Autos verkauft gemacht werden, sondern auch bei einem Automobilhersteller oder einem Importeur.

Die Aufgaben als Automobilkaufmann

Jeder der den Beruf für interessant findet und eine Ausbildung machen möchte, lernt im Betrieb, sowie auch in der Berufsschule wie zum Beispiel ein Beratungsgespräch ablaufen sollte und wie einem Kunden verschiedene Finanzierungsarten erklärt werden. Des Weiteren muss der Automobilkaufmann Buchführungen organisieren und fertigstellen können.

Die Arbeit in diesem Beruf hat mit der in der Werkstatt nichts zu tun, denn sie spielt sich im Büro oder den Verkaufsräumen ab. Es ist also eine Arbeit, die in erste Linie gute Beratungen einschließt. Der Automobilkaufmann sollte gut reden können und eine korrekte Ausdrucksweise haben, sowie auch den Kleidungsstil anpassen können.

Das was am meisten Spaß machen könnte, sind Probefahrten um einen Wagen einem potenziellen Käufer vorzuführen oder Fahrten in einem PKW, wenn dieser angekauft werden soll. Es sollte schon ein wenig Ahnung von Autos vorhanden sein, darum ist dieser Beruf geradezu prädestiniert für jemanden, dem das ganze Interesse an Autos Spaß macht. Er sollte aber auch überzeugen können und nicht nur die Vorteile des jeweiligen Wagens herunter rattern. Gerade im Umgang mit Kunden ist eine gewisse Sprachgewandtheit gefragt, die sich schlecht im Nachhinein angeeignet werden kann.

Das Gute am Beruf eines Automobilkaufmanns ist die Abwechslung, denn dabei gibt es kein eintöniges Allerlei. Entweder er kümmert sich um den Verkauf von Autos, arbeitet im Service, organisiert die Sachbearbeitung, findet sich im Rechnungswesen zurecht oder er spezialisiert sich auf das Marketing.

Die Ausbildung als Automobilkaufmann

Sind für diesen Beruf Grundkenntnisse vorhanden, dürfte es ein leichtes sein in der dreijährigen Ausbildung, diese zu festigen. Das gilt in technischer, wie auch in kaufmännischer Sicht. Wer sich darüber hinaus noch weiterbilden möchte, kann sich Grundlagen der KFZ-Mechatronik in der jeweiligen Werkstatt aneignen, die kommen dann bei Verkaufsgesprächen zu gute. Das ist übrigens auch bei einer Automobilkauffrau möglich.

Die Aufgaben die auf einen Automobilkaufmann oder der Automobilkauffrau zukommen sind vielfältig und sie beinhalten unter anderem:

  • Betriebsorganisation
  • Personalwirtschaft
  • Disposition
  • Marketing
  • Beschaffung
  • Buchhaltung, Kostenrechnung
  • Finanzierung, Versicherung und Garantieleistungen
  • Kundendienst und Fahrzeugvermietung, falls vorhanden

Der oder diejenige die sich für diesen Beruf interessieren, sollten aber auch einige Voraussetzungenmitbringen, das betrifft den Schulabschluss, der mindestens auf der Realschule stattgefunden haben sollte, besser ist das Abitur. Die Person sollte Interesse an wirtschaftlichen Abläufen genauso aufweisen, wie ein gutes Zahlenverständnis und Abstraktionsvermögen.

Technische Kenntnisse und Verfahrensweisen sind von Vorteil, genau wie Flexibilität und die Fähigkeit Probleme lösen zu können. Ein angehender Automobilkaufmann sollte sich auch in seiner Freizeit über Neuerungen informieren und gut kommunizieren können. Er braucht eine positive Ausstrahlung und muss selbstständig und genau arbeiten können. Des Weiteren sollten Weiterbildungsmaßnahmen kein Problem sein und auch die Teamfähigkeit ist immer von Vorteil.

Verdienstmöglichkeiten als Automobilkaufmann

Da die Ausbildung zum Automobilkaufmann drei Jahre dauert, sind auch die Gehälter angeglichen, so beträgt dieser im ersten Jahr der Ausbildung zwischen 500 und 890 Euro. Im zweiten Jahr sind es dann schon 540 bis 920 Euro und im dritten Lehrjahr steigert sich der Verdienst auf 610 bis 1020 Euro.

Das Einstiegsgehalt ist natürlich von Betrieb zu Betrieb verschieden, aber wer sich orientieren möchte, sollte mit 1800 bis 2400 Euro Brutto rechnen. Der Lohn ist nicht gerade hoch, aber dafür sind die Aufstiegschancen relativ hoch, wenn sich engagiert wird.

Ist die Ausbildung beendet und die Arbeit findet nur noch im jeweiligen Betrieb statt, kann im Bereich Fachberatung sogar von 2.700 Euro brutto im Monat ausgegangen werden. Natürlich spielen bei dem Verdienst auch andere Faktoren noch eine Rolle, denn hierbei kommt es auch auf die Größe von einem Autohaus oder einem Hersteller an. Ein kleiner Betrieb zahlt natürlich nicht immer auch ein großes Gehalt, das bleibt denjenigen vorbehalten, die sich bereits einen Namen gemacht haben. Aber auch der Standort spielt eine Rolle, denn in der Stadt ist deutlich mehr zu verdienen, als im ländlichen Bereich.

Mit den Jahren und somit auch mit der Erfahrung als Automobilkaufmann gibt es Aufstiegsmöglichkeiten, bei denen das Gehalt angepasst wird. Zum Beispiel bekommt derjenige mehr Lohn, der mehr Berufserfahrung hat oder wenn sich jemand spezialisiert hat. Hier kann gesagt werden, Leistungsniveau ist gleich Lohnanspruch.

Was hier allerdings deutlich ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass unabhängig von Betriebsgröße oder Standort der Lohn einer Automobilkauffrau immer niedriger ausfällt, als der eines männlichen Kollegen. Logische Erklärungen gibt es nicht, obwohl die weiblichen Automobilkauffrauen die gleiche Arbeit leisten und das gleiche Pensum erbringen. Hier kann der Unterschied schon einmal 10.000 Euro im Jahr betragen.

Obwohl es keine reine Männerdomäne mehr ist, sich mit Autos beruflich zu beschäftigen, sind Automobilkauffrauen hier klar im Nachteil.

Welche Weiterbildungen kommen in Frage?

Ist die Ausbildung zu einem Automobilkaufmann oder Automobilkauffrau abgeschlossen, kommen Weiterbildungen zum Tragen, bei denen es steil bergauf gehen kann. So ist beispielsweise möglich die ca. 1 einjährige Weiterbildung zu einem Betriebswirt zu absolvieren. Es kann aber auch eine Karriere als geprüfter Autoverkäufer gemacht werden, auch hierfür gibt es Weiterbildungsmaßnahmen. Wer die Leiter hinauf steigen möchte, kann es zu einem Handelsfachwirt, einem Betriebswirt für Kraftfahrzeuge bringen oder ein Automobilfachwirt werden.

Wer denkt ein Automobilkaufmann braucht nur Autos an den Mann zu bringen, der irrt gewaltig, denn hierzu ist einiges mehr erforderlich. Es müssen bekannt sein, die hydraulischen, mechanischen und elektrischen Systeme bei einem Fahrzeug. Es müssen weiterhin Rechnungen erstellt und auch Reparaturen in der Werkstatt überwacht werden. Technische Daten müssen übertragen werden, wenn es sich um einen Auftrag für Kollegen in der Werkstatt handelt und es ist von großem Vorteil, wenn es auch Sprachkenntnisse in Englisch oder Französisch gibt.

Der Beruf beinhaltet viele interessante Aufgaben, denn nicht nur kaufmännisch wird etwas gefragt, sondern auch technisches Wissen sollte zumindest ansatzweise vorhanden sein. Ein Automobilkaufmann ist der direkte Draht vom Auto zu einem Kunden, wer sich aber mehr für Zweiräder interessiert, kann auch in dem Bereich seine Ausbildung absolvieren.